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Carlstadt: Maxplatz soll schöner werden (RP)

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FDP-Bezirkspolitiker Horst Jakobskrüger ärgert sich über das trostlose Bild, das der Maxplatz derzeit abgibt: mit tiefen Schlaglöchern, in denen sich das Regenwasser sammelt, und nur noch fahl-rotem Untergrund. Foto: Bußkamp, Thomas

Carlstadt: Maxplatz soll schöner werden (RP)

Schlaglöcher, fehlender roter Bodenbelag - der Platz im Herzen der Carlstadt ist in schlechtem Zustand und oft zugeparkt. Horst Jakobskrüger (FDP) fordert, das zu ändern. Der 75-Jährige hat einen Blick für solche Ärgernisse.

Davon träumt jeder Stadtplaner: ein Platz mitten in der Stadt, der nicht nur schön aussieht, sondern von den Bürgern angenommen und vielfältig genutzt wird. Auf den Maxplatz, zwischen Orangerie- und Poststraße im Herzen der Carlstadt gelegen, trifft das zu. Im Sommer treffen sich dort regelmäßig Boule-Spieler der Gemeinschaften „Mariensäule“ und „Sur Place“, Gläubige beten vor der Mariensäule und viele genießen auf einer der Bänke einfach die Atmosphäre. Eigentlich ist das so.

Aber zuletzt haben Kanal- sowie Bauarbeiten an benachbarten Häusern und Lkw-Fahrten dem Maxplatz sichtlich zugesetzt. Die Bauarbeiten sind längst abgeschlossen. Doch die Schönheit des Platzes wurde nur in Teilen wieder hergestellt. Entlang der Orangeriestraße klaffen tiefe Schlaglöcher im Boden, die rote Asche, die den Boden bedeckt, wurde nur am Rand des Platzes erneuert. Poller, gegen die offenbar Autos gefahren sind, stehen schief, dazwischen sind die Ketten gerissen.

„Das ist das Kleinod der Carlstadt“, sagt Horst Jakobskrüger (FDP) verärgert. „Ich verstehe nicht, wie man ihn so verkommen lassen kann.“ In der morgigen Sitzung der Bezirksvertretung 1 (Rathaus, 15.30 Uhr) beantragt er deshalb, die Missstände zu beseitigen. Nicht hinnehmbar ist nach Ansicht des Liberalen auch, dass Autos mitten auf dem Platz parken - manche sogar mit einer Ausnahmegenehmigung der Stadt. „Das macht doch den ganzen Platz kaputt!“

Im Rathaus hat man zumindest das Optische im Blick. Falls es das Wetter zulasse, werde man nächste Woche die Schlaglöcher zuschütten und auch auf dem Rest des Platzes frischen roten Bodenbelag verteilen, hieß es auf RP-Anfrage.

Es ist nicht das erste Mal, dass Horst Jakobskrüger auf Sachen aufmerksam macht, die auch viele andere Bürger ärgern. Dabei nutzt der 75-Jährige seine Erfahrung als langjähriges Mitglied des Verkehrsausschusses, hat aber auch die Interessen der Älteren im Blick. So forderte er, am Rheinufer zwischen Altstadt und Theodor-Heuss-Brücke mehr Bänke aufzustellen. Bei den Bänken für die Altstadt pochte er darauf, dass sie Mittellehnen haben („Damit sich ältere Menschen beim Aufstehen besser abstützen können.“). Beim neuen Fernbusbahnhof am Hauptbahnhof mahnte er bessere Beschilderung und Toiletten an, für den Paul-Klee-Platz (hinter K 20) nachts mehr Beleuchtung.

All das mit viel Zuspruch aus der Bevölkerung, aber ohne sichtbare Folgen. Eine Erfolgsmeldung gibt es: Sein Vorstoß, auf dem Burgplatz (Kopfsteinpflaster) eine Wegverbindung zu schaffen, die es ermöglicht, den Platz barrierefreie zu queren, wird nächsten Donnerstag als FDP-Antrag auf der Tagesordnung stehen. „Die CDU hat signalisiert dem zuzustimmen“, so FDP-Fraktionschef Manfred Neuenhaus. Eine Mehrheit wäre damit sicher.

 

Kommentar: Stimme der Älteren ernst nehmen (RP)

Von Denisa Richters

Horst Jakobskrüger gilt für viele im Rathaus als unbequem - aber nur deshalb, weil er regelmäßig zum Thema macht, was viele Bürger ärgert. Der Liberale ist inzwischen nur noch als Bezirksvertreter politisch aktiv, kann aber viel Erfahrung in die Waagschale werfen: Der Diplom-Ingenieur ist Gründungsvater der Verkehrskadetten in Deutschland, Erfinder des Düsseldorfer Weihnachtsmarkts in seiner jetzigen Form und hat dafür gesorgt, dass Jan Wellem vor dem Rathaus auf einer Tafel erklärt wird.

Mit 75 Jahren ist er aber auch bekennender Fürsprecher seiner Generation. Ob der SPD-Vorstoß für mehr Trinkwasserbrunnen, den er unterstützt, oder mehr Bänke und Toiletten - er weiß, was den betagteren Menschen in ihrer Stadt fehlt und nimmt damit vorweg, was die alternde Gesellschaft bald ohnehin mehrheitlich einfordern wird. Das sollten die Experten im Rathaus ernst nehmen.


© RP Online GmbH 1995 – 2012
Text: Denisa Richters / Foto: Thomas Bußkamp

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