Ein guter Tag für Düsseldorf: Tausendfüßler wird fallen
Ein guter Tag für Düsseldorf: Tausendfüßler wird fallen
Der Tausendfüßler kann - wie von den Stadtplanern gewünscht - abgerissen werden. Bauminister Harry K. Voigtsberger hat mitgeteilt, dass "nach Abwägung aller Aspekte aus denkmalrechtlicher Sicht keine Einwände gegen einen Abbruch" bestehen.Zur Entscheidung von Minister Voigtsberger, den Abriss des „Tausendfüßler“ nicht zu verhindern, erklärt der Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion, Manfred Neuenhaus, für seine Fraktion:
Die FDP-Ratsfraktion freut sich über die Entscheidung des Ministers zur Autohochstraße in der Innenstadt, die es uns ermöglicht, den „Tausendfüßler“ abzureißen. Das ist für die Stadtentwicklung Düsseldorfs ein sehr wichtiger Tag.
Damit ist der Kö-Bogen II gesichert, und wir können die Lebensqualität in Düsseldorf weiter erhöhen: Der Hofgarten wächst auf einer großen Fläche autofrei wieder zusammen, und die Düsseldorfer und Düsseldorferinnen bekommen im Herzen der Stadt große Freiflächen und Plätze zurück – ohne Autoverkehr. Die Kosten des Projekts liegen im Plan.
Für die FDP-Ratsfraktion ist das ein großer Erfolg ihrer langjährigen Arbeit an diesem Projekt. Die FDP war die erste Fraktion, die den sogenannten ‚langen Tunnel’ zu ihrem politischen Ziel erklärt hat.
Manfred Neuenhaus: „SPD und GRÜNE sind mit ihrer Politik gescheitert – bei den Bürgern und bei der Landesregierung. Die positive Entwicklung Düsseldorfs kann weitergehen. Es zeigt sich, dass die Opposition ohne Alternative zu den Stadtentwicklungsplänen von FDP/CDU dasteht. Ihr Beharren, ein Symbol der autogerechten Stadt zu erhalten, zeigt auch, wie weit sie von einer ernsthaften politischen Alternative zu den Mehrheitsparteien FDP/CDU im Rat entfernt sind.“
Der Düsseldorfer FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Robert Orth ergänzt in einer eigenen Mitteilung:
„Heute ist ein guter Tag für Düsseldorf. Mit dem positiven Votum des Ministers wird endlich ein Schlussstrich unter das unwürdige Hin und Her der letzten Monate gezogen. Ich hoffe nur, dass er sich nicht zu viel Zeit gelassen hat und die Stadt jetzt keine Probleme bei den Bauarbeiten bekommt.
Das mehrfache Hinauszögern des Entscheids zeigt, dass Minister Voigtsberger erhebliche Probleme hatte, sich gegenüber seiner rot-grünen Basis in Düsseldorf durchzusetzen. Als Minister darf er aber die Befindlichkeiten seiner Partei nicht über eine Mehrheitsentscheidung in der Landeshauptstadt stellen. Ich hoffe, dass die kommunale Selbstverwaltung in Zukunft wieder ernst genommen wird. Das Zögern des Ministers kostet unsere Stadt unnötig Geld. Leider müssen unsere Düsseldorfer Einwohner nun den Verzugsschaden bezahlen.“