FDP kritisiert Sparkassenchef wegen Haltung zur LBB
FDP kritisiert Sparkassenchef wegen Haltung zur LBB (RP)
Gisela Piltz fordert ein Umdenken bei Beteiligungen. Die FDP-Bundestagsabgeordnete Gisela Piltz hat Äußerungen des Düsseldorfer Sparkassenchefs Arndt Hallmann kritisiert."Es kann nicht im Interesse der Sparkasse Düsseldorf liegen, sich direkt oder indirekt an einer Bank wie der Landesbank Berlin (LBB) zu beteiligen", sagte Piltz. Das Institut habe keine strategische Relevanz für die örtliche Sparkasse und könne keine Geschäfte genieren, so die Liberale.
2007 hatten die deutschen Sparkassen gemeinsam über ihren Verband die Landesbank Berlin übernommen, an der auch die Commerzbank interessiert war. Arndt hatte dieses Engagement in einem RP-Interview verteidigt. "Wir als Sparkasse Düsseldorf haben nun mal Belastungen aus Dingen, die wir nicht direkt alleine beeinflussen können. Die Verbundzugehörigkeit bedeutet viele Vorteile: Hierzu zählen der Haftungsverbund, der dafür sorgt, dass alle Institute gegenseitig füreinander einstehen, wenn es Probleme gibt.", hatte der Sparkassenchef gesagt. Das sei die Idee hinter der Säule der öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute.
"Der Verweis von Herrn Hallmann auf den Haftungsverbund ist völlig fehl am Platz, weil es nur darum ging, das rote S in Berlin zu erhalten, und nicht, die LBB vor dem Ruin zu bewahren", sagte Gisela Piltz. Dafür müssten die Sparkassen heute mit Millionen Euro jährlich geradestehen.
© Rheinische Post Text: Thorsten Breitkopf