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Gisela Piltz: Mitgliederbrief

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Gisela Piltz

Gisela Piltz: Mitgliederbrief

Die Kreisvorsitzende Gisela Piltz informiert nach der Bundestagswahl in einem Mitgliederbrief. Der Brief im Wortlaut.

Liebe Parteifreundinnen und Parteifreunde,

der Wahlabend liegt nun schon einige Tage zurück. Aber der Schock in der Partei und auch bei mir ist immer noch groß. Die FDP hat das schlechteste Ergebnis seit ihrer Gründung bundesweit eingefahren. Die Gründe hierfür müssen wir vor allem in unserer eigenen Partei suchen, wenngleich es uns auch der Koalitionspartner mit seinem Koalitionsstil nicht immer einfach gemacht hat. Auch hier stimmte das Mannschaftsspiel zu oft nicht. Nun stehen uns auf Bundesebene vier Jahre außerparlamentarische Arbeit bevor. Wir Düsseldorfer kennen dies beispielsweise aus den 80er Jahren, als die FDP nicht mehr im Landtag vertreten war, aber auch, als wir nicht mehr in das Rathaus eingezogen sind.

Nicht zuletzt, dass Christian Lindner sich bereit erklärt hat, sich an die Spitze der liberalen Bewegung zu setzen, die Führung zu übernehmen, macht mich in diesen schwierigen Tagen zuversichtlich, dass diese Bundestagswahl letztlich eine Episode bleibt. Wir müssen die FDP neu denken, unseren Stil finden, den Mar- kenkern erneuern, Menschen gewinnen. Liberalismus wird in Deutschland heute mehr als je zuvor ge- braucht. Trotz der bitteren Niederlage und auch bei der notwendigen schonungslosen Fehleranalyse dürfen wir nicht vergessen, dass liberale Politik unsere Republik geprägt und viele positive Reformen, auch in den letzten vier Jahren, durchgesetzt hat. Die Neuaufstellung der FDP und die Schaffung neuen Vertrauens ist keine Aufgabe von einigen wenigen, hier haben wir uns alle einzubringen.

Dabei können wir in Düsseldorf bei allen Verlusten noch auf einer relativ guten Basis aufbauen. So haben wir für unsere FDP im Düsseldorfer Norden deutschlandweit mit 9,2 Prozent das beste Zweitstimmenergebnis erzielen können. Der Einsatz hat sich gelohnt, wie nicht zuletzt auch die zweistelligen Ergebnisse in den Stadtbezirken 04 und 05 gezeigt haben. Es zahlt sich aus, dass die Menschen in Düsseldorf die Vorteile einer guten Politik hautnah erleben können. Der Einstieg in den Ausstieg der Verschuldung, den ich noch als Ratsfrau mit dem damaligen Oberbürgermeister Erwin verhandeln durfte, wird heute noch mit absolut oder relativ gesehen guten Wahlergebnissen verzinst.

Diese Basis gilt es zu sichern und zu nutzen für die anstehenden wichtigen Wahlen im kommenden Jahr. Im Vordergrund muss in diesen Tagen und Wochen die FDP und nicht einzelne Personen stehen. Wir müssen die Arbeitsfähigkeit der FDP in Düsseldorf und damit die Kampagnenfähigkeit sicherstellen und uns gleich- zeitig inhaltlich auf die Kommunalwahl vorbereiten. Wir müssen die Geschlossenheit wahren. Spekulationen, Gerüchte, die ihren Weg in die Medien finden, sind hier nicht hilfreich. Wir müssen ehrlich und offen reden, wie es für Liberale üblich ist, aber intern und miteinander und nicht übereinander spekulieren. Ich bedaure sehr die derzeitige öffentliche Debatte über die Zusammensetzung der Ratsliste, an der ich mich nicht betei- ligt habe. Auch solche Diskussionen gehören intern geführt und nicht öffentlich spekuliert. Bei einem öffent- lichen Streit verliert nur einer: die FDP. Und das möchte ich nicht.

In diesem Sinne bitte ich Sie, in diesen schwierigen und herausfordernden Zeiten das liberale Team in Düs- seldorf weiter zu unterstützen durch ihre Mitarbeit in der Partei und durch Ihre Gespräche mit Ihren Freun- den und Bekannten. Ich darf Ihnen versichern, dass ich auch in Zukunft - ganz gleich in welcher Funktion - meinen Beitrag leisten möchte für einen starken Liberalismus in Deutschland.

Mit einem herzlichen Dank für Ihr bisheriges und künftiges Engagement verbleibe ich für heute mit liberalen Grüßen,

Ihre
Gisela Piltz

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