Alexander Graf Lambsdorff führt die FDP in den Europawahlkampf
Alexander Graf Lambsdorff führt die FDP in den Europawahlkampf
Auf dem Europaparteitag der FDP am vergangenen Sonntag in Bonn wurde Graf Lambsdorff mit 86,2 Prozent zum Spitzenkandidaten bestimmt.Auf dem Europaparteitag der FDP am vergangenen Sonntag in Bonn wurde Graf Lambsdorff mit 86,2 Prozent zum Spitzenkandidaten bestimmt. In seiner Rede bezeichnete er die FDP als "überzeugte Europapartei". Seine Partei spiele eine Schlüsselrolle bei der Frage, ob die Euro-Stabilisierung "marktwirtschaftlich umgesetzt wird", sagte der Vorsit-
zende der FDP im Europaparlament, Alexander Graf Lambsdorff. Schuld an der europäischen Krise sei "das Fehlen ausgeglichener Haushalte, entschlossener Reformen und liberaler Wirtschaftspolitik" gewesen.
Für die Düsseldorfer FDP konnte Gisela Piltz als Wahlleiterin des Europaparteitages gratulieren. FDP-Chef Christian Lindner erklärte, die FDP werde für mehr Bürgernähe und Realismus kämpfen: „Das braucht Europa. Und ich bin mir sicher, auch Europa braucht diese Liberalen“, sagte Lindner. Die 662 Delegierten wählten auf Platz 2 der Bundesliste den Landesvorsitzenden der FDP Baden-Württemberg, Michael Theurer. Auf Platz 3 folgt die liberale Europaabgeordnete Gesine Meißner. Auf Platz 4 setzte sich die bayerische Spitzenkandidatin Nadja Hirsch gegen zwei Mitbewerber durch. Die weiteren Platzierungen: 5. Wolf Klinz, 6. Britta Reimers, 7. Alexandra Thein, 8. Cécile Bonnet, 9. Renata Alt, 10. Arian Kriesch, 11. Najib Karim und 12. Christiane Gaethgens. Auf Platz 51 wurde die Düsseldorfer Kandidatin Marie-Catherine Meyer vom Parteitag gewählt. Die Deutsch-Französin wird das Düsseldorfer Gesicht der FDP zur Europawahl.
Beschlossen wurde außerdem das Programm für die Europawahl. Kern des Programms ist ein klares Ja zu Europa und zum Euro. Ziel: „Mehr Gemeinsamkeit, wo wir ein starkes Europa brauchen“ – Währung, Binnenmarkt, Handelspolitik, Energie, Innen-, Rechts- und Außenpolitik.