Drei Fragen an Babak Kharabi

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Babak Kharabi, geboren in Teheran (Iran), ist 1988 mit seinen Eltern und Geschwistern nach Deutschland geflüchtet und im münsterländischen Rheine aufgewachsen. Aktuell lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Düsseldorf.

Seit 2017 ist er Managing Director, CPO und CMO der KODi Diskontläden GmbH. Das mittelständische Familienunternehmen mit ca. 2.500 Mitarbeitenden betreibt rund 250 Filialen sowie einen Onlineshop und zählt zu den führenden Haushalts- und Drogeriediscountern in Deutschland. Vor seinem Wechsel zu KODi war Babak Kharabi unter anderem für EDEKA, Karstadt und DOHLE tätig. Die erfolgreiche Umsetzung von Restrukturierungen, Change-Management sowie die Erschließung neuer Geschäftsbereiche zeichnen seine Karriere aus.

Herr Kharabi, Sie sind frisch gewählter stv. Vorsitzender im OV5. Wie sind Sie zu den Freien Demokraten gekommen?
Ich bin schon mein Leben lang ein politisch denkender und ein sozialliberaler Mensch. Es muss 2007 gewesen sein, da habe ich eine Rede des damaligen Generalsekretärs der FDP NRW gelesen, die mich beeindruckt und in meiner Auffassung der Wichtigkeit von Bildung als größte Chance bestätigt hat. Danach habe ich mich intensiver mit der FDP beschäftigt und eines Tages entschieden, dieser beizutreten. Auf einer Veranstaltung in Köln im Jahr 2009 habe ich Christian Lindner persönlich kennenlernen dürfen und er hat mich noch mehr überzeugt.  Seitdem habe ich diese Entscheidung keinen einzigen Tag bereut.

Wenn Sie einen Tag lang Bundeskanzler Deutschlands wären, welches Thema würden Sie sofort regeln?
An einem Tag tatsächlich in unserem föderalen System zu regeln, ist sicherlich nicht so einfach. ;-)
Ohne Spaß: das würde ein sehr langer Tag werden, denn ich würde die knappe Zeit nutzen, um einige Themen anzusprechen. So würde ich unterschiedliche Menschen ins Kanzleramt einladen und ihnen im Namen des deutschen Volkes danken: die 1. Generation der Gastarbeiter, die dieses Land nach dem Krieg mit aufgebaut und dafür wenig Anerkennung erhalten haben. Genauso würde ich ältere ostdeutsche Mitbürger einladen, die durch ihren Mut Deutschland vereint haben und danach in vielen Fällen Enttäuschungen durch das gesamtdeutsche System hinnehmen mussten. Weiterhin würde ich Eltern einladen und mich entschuldigen für die letzten 10 bis 15 Jahre: die fehlenden Investments ins Bildungssystem müssen sie nämlich an vielen Stellen ausbaden!
In der aktuellen Lage würde ich dann mich ins Flugzeug setzen, nach Kiew fliegen und mit den frischen Eindrücken direkt nach Moskau reisen mit dem Ziel, das sinnlose Töten anzusprechen und zu beenden!

Wenn Sie nicht gerade arbeiten oder sich politisch betätigen, an welchem Ort in Düsseldorf können Sie gut Zeit verbringen?
Als Vater von zwei Kleinkindern recht einfach: Auf verschiedenen Spielplätzen, im Wald oder auch mal in der Innenstadt - die Gegend ist ja dank ihrer zentralen Lage für Familien wirklich gut, wir kommen schnell überall hin. Wenn ich Zeit für mich habe, nutze ich diese oft für eine Jogging- oder Radtour in der Natur.

Lieber Herr Kharabi, vielen Dank für das Interview!
Das Interview führte Matthias Lambert

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