Pressemitteilung der Liberalen Hochschulgruppe Wuppertal: Mit der Kettensäge gegen Bürokratie?
Düsseldorf, 16. Oktober 2026. Was kann Deutschland von den wirtschaftspolitischen Reformen des argentinischen Präsidenten Javier Milei lernen? Dieser Frage widmeten sich am Donnerstagabend rund 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im gut gefüllten Bildungszentrum NRW der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Düsseldorf.
Mit der Kettensäge gegen Bürokratie? – Mileis Reformkurs in Argentinien und mögliche Lehren für Deutschland
Unter dem Titel „Mit der Kettensäge gegen Bürokratie? – Mileis Reformkurs in Argentinien und mögliche Lehren für Deutschland“ diskutierten Dr. Hans-Dieter Holtzmann, Leiter des Südamerikabüros der Friedrich-Naumann-Stiftung in Buenos Aires, und Daniel Zwingmann, Bezirksvorsitzender der Jungen Liberalen Düsseldorf und Landtagskandidat für 2027. Die Moderation übernahm Maximilian Arsenio Laub, Vorsitzender der Liberalen Hochschulgruppe Wuppertal und Mitglied im Bundesvorstand der Liberalen Hochschulgruppen.
In seinem Impulsvortrag beleuchtete Holtzmann die wirtschaftliche Entwicklung Argentiniens seit dem Amtsantritt Javier Mileis im Dezember 2023. Im Mittelpunkt standen insbesondere der deutliche Rückgang der Inflation sowie die umfassenden Deregulierungsmaßnahmen der argentinischen Regierung. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei der Initiative „Reportá la Burocracia“, über die Bürgerinnen und Bürger bürokratische Hindernisse unmittelbar an das argentinische Ministerium für Deregulierung melden können.
Zwingmann richtete den Blick auf die wirtschaftspolitischen Herausforderungen Deutschlands. Er kritisierte die zunehmende Steuer- und Bürokratiebelastung und warnte vor fehlenden Zukunftsperspektiven für junge Menschen, die immer häufiger über eine Auswanderung nachdächten. Um die Attraktivität Deutschlands als Wirtschaftsstandort langfristig zu sichern, seien grundlegende Reformen erforderlich.
Auch das Publikum beteiligte sich mit zahlreichen Fragen an der Diskussion. Besonders intensiv wurde darüber gesprochen, inwiefern vergleichbare Deregulierungsmaßnahmen angesichts der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen in Deutschland überhaupt umsetzbar seien. Laub und Holtzmann verwiesen dabei darauf, dass Reformen nicht ausschließlich auf Bundesebene angestoßen werden müssten, sondern bereits auf kommunaler Ebene wichtige Schritte zum Bürokratieabbau möglich seien.
„Argentinien zeigt, welches Potenzial in konsequenten wirtschaftspolitischen Reformen und im Abbau überflüssiger Bürokratie steckt. Deutschland muss nicht jede Maßnahme übernehmen. Wenn wir aber auch in Zukunft wirtschaftlich vorne mitspielen wollen, müssen wir bereit sein, grundlegende Reformen anzupacken, Steuern zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen zu stärken“, erklärte Arsenio Laub.
Die Veranstaltung wurde vom Bildungszentrum NRW der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Kooperation mit der Liberalen Hochschulgruppe Wuppertal und der Bundesvereinigung Liberaler Hochschulgruppen durchgeführt. Im Anschluss bot ein Empfang mit argentinischen Spezialitäten Gelegenheit zum weiteren Austausch.
Pressekontakt
Maximilian Arsenio LaubVorsitzender der Liberalen Hochschulgruppe Wuppertal
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