Auf ein Alt... mit unserer Europakandidatin Clarisse Höhle
Liebe Clarisse Höhle, welches Bier würdest Du trinken, wenn es kein Alt gäbe?
Clarisse Höhle: Dann muss eine europäische Lösung her: Affligem, Peroni, Mariestads oder gerne auch ein Guinness.
Und was essen Sie am liebsten zum Alt?
Clarisse Höhle: Bockwurst mit Kartoffelsalat oder Metthappen.
Was gefällt Dir besonders gut an der europäischen Idee?
Clarisse Höhle: Frieden, Wohlstand und das Gefühl, fast überall in Europa zuhause zu sein. Es ist faszinierend, dass 28 kulturell sehr verschiedene Demokratien den zweitgrößten Binnenmarkt der Welt geschaffen haben und sich in der Europäischen Union verbunden haben. Wenn die EU ihre Kräfte gezielter einsetzen würde, könnten wir als Europäer erheblich mehr Einfluss auf das Weltgeschehen nehmen und an vielen Stellen unserer globalen Verantwortung gerechter werden.
Was muss sich in Europa ändern?
Clarisse Höhle: Die EU muss verständlicher und alltäglich erlebbar werden und echte Probleme in Zukunft schneller lösen. Es kann nicht sein, dass Kleinigkeiten funktionieren, während bei den großen Fragen auf Hinterzimmerabsprachen der Staats- und Regierungschefs untereinander gesetzt wird ohne, dass echte europäische Lösungen gefunden werden. Außerdem muss das Bewusstsein für die Notwendigkeit von echten Reformen auch endlich in den Köpfen der Europäischen Union ankommen.
Zu guter Letzt: Welche Frage, die wir nicht gefragt haben, hättest Du gestellt?
Clarisse Höhle: Welche Rolle sollte Deutschland Ihrer Meinung nach in der Europäischen Union einnehmen?
Und wie würdest Du diese beantworten?
Clarisse Höhle: Vor allem sollte Deutschland eine aktivere Rolle einnehmen, was Vorschläge und Gestaltungsideen für die EU angeht. Der europäische Entwicklungsstillstand ist nämlich auch den Mitgliedstaaten geschuldet. Ich finde, dass gerade von der deutschen Bundesregierung schon viel zu lange keine Idee hinsichtlich einer Weiterentwicklung der Europäischen Union geäußert wurde. Außerdem sollten wir klarer machen, dass jeder Mitgliedstaat in aller erster Linie selbst verantwortlich für die nationale Finanz- und Haushaltssituation ist. Der Weg zu einer in Zukunft noch erfolgreicheren EU führt nicht über eine Ausweitung gemeinsamer Haftung, sondern über mehr Demokratie, bessere Information und funktionierende Mechanismen sowie verbindliche Vereinbarungen.
Vielen Dank für dieses Gespräch und viel Erfolg für den Wahlkampf!
Das Interview führte Mirko Rohloff ![]()
Über Clarisse Höhle
Funktion: Stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen
Alter: 28 Jahre
Beruf: Volljuristin, Referentin der FDP-Landtagsfraktion