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Rheinbahn zu Gast im Ortsverband 1

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Rheinbahn AG

Rheinbahn zu Gast im Ortsverband 1

Beim Themenabend "Rheinbahn" am vergangenen Mittwoch, 25.05., diskutierten Herr Schuhmacher und Herr Karb von der Rheinbahn AG mit den Liberalen aus Stadtmitte über das ÖPNV-Angebot in Düsseldorf.

Keine Frage: Die Rheinbahn als Anbieter des kommunalen Streckennetzes wird immer bedeutender. Umweltfreundlichkeit und die Idee der Nachhaltigkeit haben sich in den Köpfen der Menschen manifestiert.

Zusätzlich ist - so ehrlich muss man sein - die Verkehrssituation in Düsseldorf derzeit wenig einladend. Straßenführungen ändern sich häufig, so verschwinden Einbahnstraßen über Nacht (war die Königstraße nicht einmal anders zu befahren?), Abbiegespuren verschwinden wie von Geisterhand (was war das am Theatermuseum?) um wenig später wieder aufzutauchen als seien sie nur kurz im Urlaub gewesen. Wer samstags nachmittags schon mal einen Parkplatz gesucht hat, wird bestätigen können, dass eine U-Bahnfahrt eine Menge Nerven schonen kann. Und nicht zuletzt sind es die Preistafeln der Tankstellen die viele Düsseldorfer über Schoko- und Bärentarife nachdenken lassen.

Und so verwundert es nicht, dass auch auf Treffen unseres Ortsverbandes oft viele Fragen rund um Bus, U- und Straßenbahn diskutiert werden. Anlass genug für einen weiteren „Themenabend“ an dem wir diesmal Herrn Schumacher, Sprecher der Rheinbahn und Herrn Karb, bei der Rheinbahn zuständig für Verkehrsanlagen und Streckenplanung, zu Gast hatten.

Und so wurden uns an diesem Abend eine ganze Menge interessanter Informationen präsentiert. Herr Schumacher erläuterte, dass sich die Rheinbahn zu 1/5 aus Zuschüssen der Stadt und ca. 4/5 über Ticketverkäufe finanziert. Herr Schuhmacher verwies dabei auch auf die Sparanstrengungen der Rheinbahn, die z.B. die Senkung der Mitarbeiterzahl auf nunmehr 2500 Angestellte zur Folge hatte.

Vor allem aber waren es die Informationen jenseits offizieller Statistiken, die einen interessanten Einblick in das Geschäft der Rheinbahn gaben: Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen über Elektro-Mobilität ist die Tatsache interessant, dass die Rheinbahn annähernd soviel Strom für die Heizung der Bahnen benötigt, wie für den eigentlichen Verkehr aufgebracht werden muss. Die Umstellung auf ein neues Betriebsleitsystem, die Planungen der Rheinbahn über ca. 8000 zusätzliche Stunden im Busverkehr, wurden ebenso erläutert, wie das erfolgreiche Nacht-Express-Angebot, für das sich die liberale Ratsfraktion stark gemacht hatte.

Auch die Probleme vor bzw. nach Fortuna-Spielen wurden diskutiert. Dabei erläuterten die Rheinbahner, dass die Ursache grundsätzlich kein Kapazitätsproblem sei. Vielmehr seien die zurückliegenden Störungen dadurch entstanden, dass die Bahnen an Kreuzungen auch den Autoverkehr berücksichtigen mussten. Das eigentliche Problem entsteht aber erst dann, wenn die Türen der Bahnen gewaltsam geöffnet werden. Die Bahn kann dann nicht weiterfahren und es kommt zum Rückstau. In Zusammenarbeit mit der Stadt wurden daher die Ampelschaltungen optimiert, so dass die Wartezeiten der Bahnen reduziert wurden.

Viele weitere Themen wurden ausführlich diskutiert. Dazu zählten

  • Die Fahrtgeräusche alter und neuer Bahnen,
  • Verschmutzungen und Vandalismus an den Haltestellen,
  • die Verkehrsplanung am neuen Jan-Wellem-Platz,
  • die Umgestaltung des Konrad-Adenauer-Platz,
  • Verschiedene Haltestellen an der Kaiserswerther Str.,
  • Kosten für neue und bestehende Infrastruktur,
  • Pläne für den Ausbau der dynamischen Fahrplanauskunft,
  • die Schwarzfahrquote und nicht zuletzt
  • über den Fahrstil von Busfahrern und den Kleidungsstil von Fahrkarten-Kontrolleuren („Johnny Controlletti“ war Thema in der Glosse der Rheinischen Post)

Ein großes Lob sprach Ratsherr Rainer Matheisen der Rheinbahn aus: Jede Delegation des European Song Contest empfang die Rheinbahn in ihrer Landesprache. Und nicht nur der freundliche Empfang sondern auch der perfekte Service wird einigen Besuchern in Erinnerung bleiben. Das die dynamische Fahrauskunft für vier aufeinander folgende Bahnen als Ankunftszeit „sofort“ anzeigte und alle Gäste schnellstens an Ihr Ziel gebracht wurden, ist so nicht selbstverständlich.

Bis spät in den Abend wurde noch diskutiert und der ein oder andere  Verbesserungsvorschlag für die Bezirksvertretung erörtert.

Wir bedanken uns bei Herrn Schuhmacher und Herrn Karb für den informativen Abend.

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