Organspende: Eine Frage, die uns alle angeht!
Organspende: Eine Frage, die uns alle angeht!
Es kann jeden treffen, selbst ein Spenderorgan zu benötigen. Und jeder kann durch Unfall oder Krankheit sein Leben verlieren und als potenzieller Organspender in Frage kommen. Bin ich dann bereit, Organe zu spenden? Niemand beschäftigt sich gerne mit dem Tod. Aber es ist gut, für sich selbst eine Entscheidung zu treffen – und diese Entscheidung nicht in schwerster Stunde den Angehörigen zu überlassen.Wir bitten um Ihre Entscheidung!
Alle Bürger sollen mit der Frage der Organspende konfrontiert werden. Zum Beispiel, indem die Krankenkassen Informationen an ihre Mitglieder versenden und um eine Entscheidung bitten. Die Entscheidung kann dann - freiwillig! - auf der neuen elektronischen Gesundheitskarte dokumentiert werden. Das hat der liberale Gesundheitsminister Daniel Bahr vorgeschlagen. Und an einer solchen gesetzlichen Regelung arbeiten derzeit Abgeordnete von CDU, SPD und FDP. Auch die Kommunen können mitmachen: Indem sie Organspendeausweise mit der Ausgabe von Personalausweisen oder Führerscheinen verteilen.
Daten schützen!
Ihre Bereitschaft zur Organspende können Sie schriftlich hinterlegen: Auf der neuen elektronischen Gesundheitskarte oder – wie gewohnt - mit einem Organspendeausweis. Sie können Ihre Entscheidung jederzeit ändern. Ob Sie sich für oder gegen eine Organspende entscheiden, geht nur die Menschen Ihres Vertrauens und im Fall der Fälle den Arzt an. Es ist für uns Liberale wichtig, dass niemand Unbefugtes Zugriff auf diese Daten bekommt.
Organspende muss freiwillig bleiben!
Grundsätzlich setzen die Liberalen auch bei der Organspende auf Freiwilligkeit. Es darf keinen Entscheidungszwang geben. Denn die Entscheidung für eine Organspende bedarf fundierten Informationen und Vertrauen in die Transplantationsmedizin. Wir wollen die Bürger deshalb anregen, sich mit dem Thema Organspende zu beschäftigen. Aber für uns steht ganz klar fest: Es gibt auch das Recht, sich nicht zu entscheiden.
Und es geht um mehr!
Organspendeausweise sind wichtig. Sie reichen aber nicht aus, damit Leben gerettet werden. In den Krankenhäusern liegt vieles im Argen. Schätzungen gehen davon aus, dass bisher nur 40 % aller Klinikpatienten, bei denen der Hirntod festgestellt wurde, als potentielle Organspender gemeldet werden. Deshalb arbeitet die FDP mit Gesundheitsminister Bahr an einem Gesetz, das alle Krankenhäuser verpflichtet, die Situation durch Transplantationsbeauftragte zu verbessern. Außerdem wollen wir die Bedingungen für Menschen erleichtern, die bereits zu Lebzeiten Organe für einen Angehörigen oder einen nahen Freund spenden. Dies ist bei Niere und Leber möglich. Deshalb treten wir u.a. dafür ein, dass solche Lebendspender versicherungsrechtlich besser abgesichert werden.
Bitte machen Sie mit - werden Sie Organspender!
Weitere Informationen und den Organspendeausweis finden Sie auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.