Für Düsseldorfs Osten: Die Kulturfrau Veronika Dübgen (RP)
Für Düsseldorfs Osten: Die Kulturfrau Veronika Dübgen (RP)
Wenn es um Kultur geht, spricht Veronika Dübgen Klartext – und stößt damit auch gerne an. Als es 2006 wegen der geplanten Heine-Preis-Verleihung der Stadt an den umstrittenen Schriftsteller Peter Handke zum Eklat kam, gehört die Liberale zu den Hauptkritikern Handkes.Sie warf ihm "ein undifferenziertes, geschichtsfälschendes Gesellschaftsbild" vor und auch, dass er sich mittels seines Bekanntheitsgrades "einem autoritären, verbrecherischen Regime" andiene.
Als einsame Ruferin plädiert Dübgen auch nimmermüde dafür, in Düsseldorf einen Platz nach dem 2007 verstorbenen Maler Jörg Immendorff zu benennen. Dass der Künstler wegen Drogen- und Sexgeschichten diskreditiert werde, ist für die 60-jährige, zweifache Mutter inakzeptabel und scheinheilig.
Dübgen fordert zudem kulturelle Kooperation entlang der Rheinschiene als Gegengewicht zur Kulturhauptstadt Ruhrgebiet, sie will Tänzer in Schulen holen, um schon Kinder für Kultur zu sensibilisieren. Dass sie für die Landtagswahl ohne Listenplatz antritt, schmälert Dübgens Engagement indes nicht.
Wahlkreis 41 Eller und Lierenfeld; Flingern-Süd, Flingern-Nord und Düsseltal; Gerresheim, Grafenberg, Hubbelrath und Ludenberg.Wahlberechtigte 99.084
© RP Online GmbH 1995 – 2012
Text: RP; Foto: Busskamp