Neues Spielcasino: Berücksichtigung Düsseldorfs
Neues Spielcasino:
Berücksichtigung Düsseldorfs
Kreisvorsitzende Gisela Piltz (FDP) und CDU-Kreisvorsitzender Klaus-Heiner Lehne (CDU) appellieren in einem offenen Brief an Innenminister Ralf Jäger Düsseldorf bei der Standortwahl der fünften Spielbankkonzession angemessen zu berücksichtigen. Der Brief im Wortlaut.Sehr geehrter Herr Minister,
am 7. November hat der Landtag Nordrhein-Westfalen den Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrag (Erster GlüÄndStV) ratifiziert und ein Ausführungsgesetz beschlossen. Damit stellt sich jetzt die Frage, welche Stadt in Nordrhein-Westfalen Standort der beschlossenen fünften Spielbankkonzession wird. Nach unserer Auffassung bietet sich Düsseldorf dafür an.
Aachen, Dortmund, Duisburg und Bad Oeynhausen sind bereits Standorte von Spielcasinos. Unsere Landeshauptstadt Düsseldorf dagegen noch nicht. Dabei ist Düsseldorf nicht nur als Hauptstadt wichtige Drehscheibe wirtschaftlicher, politischer und kultureller Entscheidungen, die es durch eine Berücksichtigung bei einer Standortentscheidung zu unterstreichen gilt. Aus eigener Kraft stellt Düsseldorf ein breites und niveauvolles Angebot an Museen, Messen, kulturellen und festlichen Veranstaltungen bereit, die einem Spielcasino einen würdigen Rahmen gäben. Auch baulich bietet Düsseldorf historische Kulissen, die ein Casino nicht ausschließlich unter dem Glücksspiel-, sondern auch unter dem Erlebnis-Aspekt ein stilvolles Ambiente böten: Das 1911 erbaute Regierungsschlösschen zum Beispiel könnte mit überschaubarem finanziellem Aufwand für den gewünschten Zweck hergerichtet werden.
Wichtiges Kriterium sollte die Symbolhaftigkeit des Standortes sein sowie der Aspekt, wie sich das neue Casino in die übrige kulturelle Angebotspalette des Standortes einfügt. Zur Vermeidung von Suchtgefahren ist es zudem wichtig, dass das Casino nicht den alleinigen Anziehungspunkt für die Spielstätte darstellt.
Zuletzt ist bei der Wahl des Standortes eines zusätzlichen Casinos nicht allein darauf zu achten, welche Stadt die Einnahmen eines Casinos am meisten benötigen könnte. Zumal ein solches Auswahlkriterium nicht nur Kritiker von Glücksspielen darin bestätigen könnte, dass es bei der Einrichtung des Spielcasinos ausschließlich um finanzielle Interessen des Landes geht.
Aufgrund dieser guten Argumente für Düsseldorf machen wir uns dafür stark, dass bei der Wahl eines neuen Standortes für ein Spielcasino unsere Stadt angemessen berücksichtigt wird. Wir würden uns über eine positive Entscheidung mit vielen Düsseldorferinnen und Düsseldorfern freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Gisela Piltz MdB
Kreisvorsitzende der FDP Düsseldorf
Klaus-Heiner Lehne MdEP
Kreisvorsitzender der CDU Düsseldorf