3 Fragen an Judith Pirscher

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Judith Pirscher ist seit Januar 2022 Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Vor ihrem Wechsel nach Berlin war sie Regierungspräsidentin im Regierungsbezirk Detmold und bis dahin in verschiedenen verantwortungsvollen Positionen u.a. im Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Bundestags- und Landtagsfraktion der FDP tätig. Wir haben sie zu ihrer neuen Aufgabe befragt.

Frau Staatssekretärin, der Kreisverband Düsseldorf gratuliert Ihnen sehr herzlich zur neuen Aufgabe in Berlin! Haben Sie sich bereits in Ihrer neuen "alten" Heimat eingelebt?

Herzlichen Dank. Es ist schön, in einer gestaltenden Rolle wieder in Berlin zu sein. In der Tat habe ich mich sehr schnell wieder eingelebt.

Wie haben Sie die ersten Monate in Ihrem neuen Amt erlebt und was sind Ihre konkreten Aufgaben im BMBF?

Die ersten Monate waren und sind eine spannende, intensive Zeit. Zu meinen Aufgaben im BMBF gehört die Strategie, der Haushalt, das Personal sowie der gesamte Forschungsbereich. Eine der wichtigsten Aufgaben dieser ersten Zeit war auch gleich die Haushaltsaufstellung für 2022 und 2023. Wir konnten schon viele wichtige Projekte aus dem Koalitionsvertrag auf den Weg bringen, etwa für den schnelleren, besseren Transfer zwischen Wissenschaft und Unternehmen oder die BAföG Novelle.

Neben dem Haushalt und forschungspolitischen Grundsatzfragen bin ich für die sogenannten Fachabteilungen zuständig. Dort geht es um die Aufgaben: Wie legen wir die Grundlagen für die technologische Souveränität Deutschlands zum Beispiel im Bereich Künstlicher Intelligenz? Wie können wir Pandemien und Krebs besiegen? Welche Technologien müssen wir entwickeln, um Klimaschutz durch Innovationen zu schaffen?

Darüber hinaus verantworte ich die politische Koordination, bereite also mit den Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Ministerien die Kabinettsitzungen vor. Dabei ist natürlich auch eine gute Abstimmung mit den anderen liberal geführten Häusern wichtig.

Sie haben im Herbst bereits an den Koalitionsverhandlungen teilgenommen, in der Arbeitsgruppe "Moderner Staat und Demokratie". Welche Verhandlungsergebnisse aus den Bereichen Bildung und Forschung haben Sie besonders gefreut?

Vom Koalitionsvertrag geht ein klares Signal für Fortschritt und Aufbruch in Bildung, Wissenschaft und Forschung aus. Mit einer BAföG-Reform sollen Jahres des Stillstands bei der Studienfinanzierung überwunden werden. Das ist gut für die Studierenden und ein wesentlicher Beitrag für Chancengerechtigkeit und das Aufstiegsversprechen durch Bildung. Besonders in der Forschung freue ich mich über das klare Bekenntnis zu einer Zukunftsstrategie, an der wir schon arbeiten, um Deutschland zum Beispiel zum Weltmarktführer bei klimafreundlichen Technologien zu machen.

Liebe Frau Staatssekretärin, herzlichen Dank für das Interview und viel Erfolg bei den bevorstehenden Aufgaben!

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