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Kritik an geplanter Lesung zum Thema „Ökorassismus“ in Düsseldorf

| Aktuelles

Düsseldorf ist eine vielfältige und weltoffene Stadt, geprägt von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Hautfarben und Lebensgeschichten. Für die überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger steht dabei ein gemeinsamer Wert im Mittelpunkt: die Beurteilung des Einzelnen nach seinem Charakter – nicht nach ethnischer Zugehörigkeit.

Vor diesem Hintergrund äußert Christoph Janetzko, Sprecher der Freien Demokraten im Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration, Kritik an einer für Juli angekündigten öffentlichen Lesung des Kommunalen Integrationszentrums Düsseldorf zum Buch „Ökorassismus – Wie Weiße unsere Welt zerstören“. Bereits der Titel des Werkes wirft aus Sicht von Janetzko grundlegende Fragen auf, da er pauschalisierende und polarisierende Zuschreibungen enthält.

Nach Auffassung der Freien Demokraten zeichnet die Autorin ein stark vereinfachtes und ideologisch geprägtes Weltbild, das gesellschaftliche Gruppen entlang äußerlicher Merkmale gegenüberstellt. Eine solche Darstellung berge die Gefahr, neue Feindbilder zu schaffen, anstatt zu einem differenzierten gesellschaftlichen Dialog beizutragen.

Janetzko betont ausdrücklich die Bedeutung der Meinungsfreiheit. Auch kontroverse oder kritische Positionen müssten in einer offenen Gesellschaft ihren Platz haben. Gleichzeitig sei jedoch zu hinterfragen, ob und in welcher Form öffentliche Mittel eingesetzt werden sollten, um Veranstaltungen zu fördern, die potenziell zur gesellschaftlichen Spaltung beitragen könnten.
Besonders vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Spannungen und begrenzter öffentlicher Haushaltsmittel sei es entscheidend, integrationspolitische Maßnahmen gezielt dort einzusetzen, wo sie den sozialen Zusammenhalt stärken. Projekte sollten darauf ausgerichtet sein, gegenseitiges Verständnis zu fördern und das Miteinander in einer diversen Stadtgesellschaft zu unterstützen.

Janetzko stellt daher die Frage, ob die geplante Veranstaltung diesen Anspruch erfüllt und ob hier die richtigen Prioritäten gesetzt wurden.

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