Kandidateninterview mit Christine Rachner
Liebe Christine Rachner, wie zufrieden sind Sie mit der bisherigen Pandemiebekämpfung und was ist jetzt weiter zu tun?
Christine Rachner: Zuerst einmal ist es gut, dass die vulnerable Gruppe Ü80 nahezu komplett geimpft ist. Hierdurch verlagert sich das Infektionsgeschehen auf primär jüngere Bevölkerungsgruppen, die ein geringeres Risiko auf schwere Erkrankungsverläufe haben.
Dennoch führt eine verfrühte Lockerung der Maßnahmen in Verbindung mit der derzeitigen Impfstrategie zwangsläufig zu einer Spitzenbelastung der Intensivstationen. Eine Beschleunigung der Impfungen der über 35 jährigen kann diese Belastung reduzieren.
Vor diesem Hintergrund müssen wir die Impfgeschwindigkeit erhöhen, um die Ausbreitung der mittlerweile mutierten Viren in den Griff zu bekommen. Nur so können wir eine dritte große Welle effektiv verhindern.
Was sind neben Corona aus Ihrer Sicht die drei größten landespolitischen Herausforderungen in den nächsten fünf Jahren und mit welchen Ideen wollen Sie diese angehen?
Christine Rachner: In diesen letzten schweren Monate hat sich insbesondere in der Medizin und der Pflege gezeigt, wie wenig die Arbeitsabläufe durch die Digitalisierung optimiert sind. Da müssen wir ran.
Im Schul- und Universitätsbetrieb ist es mit Videokonferenzen nicht getan. Kreative Bildungsträger haben uns gezeigt, dass es weitaus größere Möglichkeiten gibt, allen Bevölkerungsschichten gute Bildungschancen zu vermitteln.
Dies alles ist nur vor dem Hintergrund realisierbar, wenn flächendeckend in NRW eine Verfügbarkeit einer schnellen Internetverbindung sichergestellt ist.
Was ist Ihr persönliches Herzensthema? Oder, anders formuliert: Für welches landespolitische Thema brennen Sie?
Christine Rachner: Bedingt durch meinen Beruf und meine Erfahrung im Gesundheitsausschuss ist die Gesundheitspolitik mein persönliches Herzensthema. Es gibt dabei soviel zu bewegen - für Menschen, die sich nicht selber kümmern können. Sowohl im Beruf als auch in der Politik setze ich mich gerne für andere Menschen ein.
Was sollte aus Ihrer Sicht das Land in den nächsten Jahren konkret vor Ort für die Landeshauptstadt Düsseldorf tun?
Christine Rachner: Eine städtebaulich verträgliche Entwicklung eines Regierungsviertels wäre für beide Seiten ein großer Gewinn. Die Landeshauptstadt könnte um ein attraktives Viertel bereichert werden und die Mitarbeiter und Abgeordnete des Landtages fühlen sich ein Stückweit mehr in Düsseldorf zu Hause.
Zu guter Letzt: Wenn Sie gerade mal nicht Politik machen: Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
Christine Rachner: So oft es Politik, Beruf und Familie es zulassen, steige ich in meine Joggingschuhe. In den hellen Tagen fällt es zunehmend leichter als im Winter.
Zudem reise ich auch gerne mit Familie und Freunden, um andere Kulturen zu entdecken. Auch wenn ich zur Zeit davon nur träumen kann, hoffe ich, dass wir bald wieder die Möglichkeit dazu haben.
Christine Rachner, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
Das Interview führten Katrin Marie von Helden und Mirko Rohloff ![]()
Über Christine Rachner
Alter: 52 Jahre
Wohnort: Düsseldorf-Ludenberg
Familienstand: Mutter zweier Kinder
Beruf: Ärztin für Anästhesiologie
Ausbildung/Studium: Studium der Humanmedizin
Mitgliedschaften: ev. Stiftung Gerresheim Gemeinsam, Inner Wheel Club Düsseldorf - Clara Schumann
Stärke: Spontanität
Schwäche: Spontanität