Kluge Kinder - warum Bildung der Schlüssel zu Wachstum und Zukunft ist – ein Beitrag von Daisy Horn

Bei der Info-Veranstaltung mit Moritz Körner zur Landtagswahl NRW im Palais Wittgenstein war die FDP-Formel ein zentrales Thema:
Kluge Kinder + smarte Integration + eine große Umarmung der Zukunft – fetten Staat = eine starke Wirtschaft für alle.
Dass Bildung an erster Stelle steht ist vielleicht kein Zufall, und dafür gibt es gute Gründe. Denn wer wirklich über Zukunft spricht, muss über Bildung sprechen, und zwar über den gesamten Lebensweg. Von der frühen Kindheit bis ins Berufsleben.
Der INSM Bildungsmonitor 2025 zeigt: NRW belegt Platz 14 von 16 Bundesländern. Die Bildungsausgaben pro Grundschüler liegen mit 7.500 Euro jährlich 900 Euro unter dem Bundesdurchschnitt.
In der beruflichen Bildung schließen nur 65,4 Prozent erfolgreich ab, bundesweit sind es über 81 %.
Das ist kein Randproblem. Das zeigt wie dringend Handlungsbedarf besteht. Bildung ist die Grundlage für wirtschaftliche Stärke und die fairste Form der Chancengerechtigkeit die es gibt.
Dazu stelle ich mir zwei Fragen:
1. Was verstehen wir wirklich unter „klugen Kindern”?
Nicht Kinder die möglichst viel auswendig lernen. Sondern junge Menschen die differenziert urteilen, Zusammenhänge verstehen und eigenverantwortlich handeln. Ein modernes Bildungssystem muss auch Talente erkennen statt nur Noten verteilen. Die Welt in der Kinder heute aufwachsen verändert sich schneller als jeder Lehrplan. Bildung muss darauf vorbereiten, nicht durch Auswendiglernen sondern durch Verstehen. Digitalisierung heißt dabei nicht Tablets kaufen, sondern Lehrkräfte wirklich befähigen diese sinnvoll einzusetzen.Kinder die heute gefördert werden, sind die Fachkräfte, Innovatoren und Gestalter von morgen. Bildung hört nicht mit der Schule auf, sie begleitet uns ein Leben lang.
2. Was bedeutet das konkret für NRW und Düsseldorf?
Als internationale und vielfältige Stadt steht Düsseldorf vor denselben Herausforderungen wie ganz NRW und hat gleichzeitig die Möglichkeit Impulse zu setzen. Laut Schulministerium NRW sind aktuell knapp 8.800 Stellen an Schulen unbesetzt. Hinter jeder unbesetzten Stelle steht eine Klasse die sich irgendwie durchschlägt. Wenn Unterricht ausfällt trifft das immer die die am wenigsten Ausweichmöglichkeiten haben. Schulen brauchen mehr Eigenverantwortung bei Personal und Budget, weniger Entscheidungen von oben und mehr Handlungsspielraum vor Ort. Genauso wichtig ist die frühe Sprachförderung, sie ist die Eintrittskarte in den weiteren Bildungsweg. Jedes Kind verdient es frühzeitig in seiner Sprachentwicklung begleitet zu werden, unabhängig davon ob es eine Kita besucht oder nicht.
Heute ist das in NRW noch nicht für alle Kinder sichergestellt. Die FDP-Fraktion im NRW-Landtag hat mit dem Schulfähigkeitsjahr bereits einen wichtigen Vorschlag gemacht. Was es darüber hinaus braucht ist dass jedes Kind diese Begleitung auch tatsächlich erhält. Das ist politisch umsetzbar und längst überfällig. Landesweit, und wenn nötig zunächst als Pilotprojekt hier vor Ort.
Alles so zu belassen wie es ist wäre das falsche Signal. Wer über Zukunft redet, muss über Bildung reden. Und wer über Bildung redet, muss handeln. Das ist meine Überzeugung und mein Anspruch an eine liberale Bildungspolitik, die es ernst meint.
Daisy N. Horn, Strategieexpertin.
Mitglied FDP Kreis Düsseldorf. Vorsitzende stv. im Landesfachausschuss NRW Bildung -Schule und frühkindliche Bildung. Vorstandsmitglied Liberale Frauen NRW und Düsseldorf.