Düsseldorfs Verwaltungsdigitalisierung neu denken
(15.03.2025, Antragsteller: Markus Jaskolski, Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke, Martin Costa Santos)
Der Kreisparteitag möge beschließen und die FDP-Ratsfraktion Düsseldorf, den Rat der Stadt Düsseldorf und die Stadtverwaltung auffordern:
Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung gilt in Düsseldorf als Vorzeigeprojekt. In Wahrheit werden nur unübersichtliche Portale erstellt, die analoge Anträge als PDFs zur Verfügung stellen oder zu externen Webseiten mit digitalen Formularen und Informationszusammenfassungen verlinken. Dies muss dringend auf allen Ebenen kritisch hinterfragt und geändert werden. Wir müssen Oberbürgermeister Keller und der Verwaltung hierfür auch immer wieder die Frage stellen, inwiefern man die zukünftig weiter steigende Arbeitslast bei gleichzeitig fehlendem Verwaltungspersonal lösen will. Zudem muss die fehlende Solidarität mit den Nachbarkommunen hinterfragt werden, da die aktuelle Entwicklung Landesmittel unnötig bindet und Redundanzen erzeugt.
Daher fordern wir:
- Quantifizierbare Konzepte vorgelegt zu bekommen, wie die in Zukunft steigende Arbeitslast ohne eine weitere Aufblähung des Verwaltungsapparates geschultert werden soll. Ein besonderer Blick muss hierbei auf die Solidarität mit Nachbarkommunen gelegt werden und die Möglichkeit, öffentliche Verwaltung digital mit diesen zusammenzulegen.
- Ein echtes Düsseldorfer „Bürger-Dashboard“. Also den Ausbau von https://service.duesseldorf.de/home zu einem einheitlichem, übersichtlicherem und leichter verständlichem Bürger-Dashboard, das sämtliche Verwaltungsangelegenheiten, und in Verbindung stehende Dienstleistungen, an einem Ort bündelt, ohne lediglich PDFs zur Verfügung zu stellen und auf externe Angebote zu verlinken. Alle Anträge müssen online ausfüllbar und einreichbar sein, also medienbruchfrei. Die Autorisierung soll durch die Einbindung der Bund ID erfolgen. Hier soll auch eine direkte Kommunikation mit Sachbearbeitern über Chat-Funktionen integriert werden.
- Eine „proaktive Verwaltung“ statt Antragspflicht. Verwaltung soll Bürgern und Unternehmen Leistungen automatisch anbieten, anstatt immer nur auf Anträge zu warten (z. B. Verlängerung von Parkausweisen, KITA-Plätze, usw.). Hierzu muss das Bürger-Dashboard weiter zum echten Bürger-Portal ausgebaut werden, in dessen Rahmen verknüpfte Angebote direkt und per registrierten Kontaktdaten proaktiv unterbreitet werden.
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