Bestehende Luftverkehrsinfrastruktur in NRW sinnvoll nutzen
(1.3.2008, Antragsteller: Kreisvorstand)
Die FDP Düsseldorf fordert die Weiterentwicklung der bisherigen Flughafeninfrastruktur in NRW ohne radikalen Neuanfang. Ziel ist eine dezentrale Luftverkehrsinfrastruktur der kurzen Wege mit Profilbildung für einzelne Standorte.
1. Kein neuer Großflughafen für NRW
Die FDP Düsseldorf lehnt die vereinzelt aufgekommene Forderung nach Errichtung eines neuen Großflughafens für NRW entschieden ab. Dieser würde vielen Fluggästen wegen seines Flächenbedarfs, der nur in Ballungsrandlagen wie Garzweiler zu decken ist, längere Wege bescheren und somit nicht auf die nötige Akzeptanz stoßen. Ein Mega-Flughafen für NRW würde zudem zu massiver flächendeckender Lärmbelästigung im weiten Umkreis des neuen Flughafens führen und die bisherigen, sehr hohen Investitionen in die Flughafeninfrastruktur des Landes unnötig entwerten.
2. Dezentrale Kapazitätserweiterung in ganz NRW unter Berücksichtigung von Anwohnerinteressen
Statt auf unausgegorene Fantasien über einen neuen Großflughafen setzen die Liberalen auf einen rationalen Kurs. Angesichts steigender Passagierzahlen im Luftverkehr in ganz NRW müssen die Kapazitäten dezentral an den bereits bestehenden Flughäfen ausgeweitet werden. Nur ein dezentrales Luftverkehrskonzept berücksichtigt in nötigem Umfang Anwohner- und Lärmschutzinteressen und schont die Umwelt durch Vermeidung von Zubringerverkehren. Die FDP Düsseldorf bekennt sich bei allen Überlegungen für eine Weiterentwicklung des Luftverkehrskonzepts NRW ausdrücklich zum Nachtflugverbot am Flughafen Düsseldorf.
3. Profilbildung statt Gleichmacherei
Die FDP Düsseldorf setzt zur Bewältigung der in ganz NRW ansteigenden Passagierzahlen auf die Fortsetzung der von den jeweiligen Flughafenbetreibern begonnenen Profilbildung der NRW-Flughäfen. Die öffentliche Hand muss den Ausbau der Intercontinentalverbindungen in Düsseldorf und Köln/Bonn ebenso positiv begleiten, wie die Fokussierung von Geschäftsreiseverkehren in Düsseldorf und von Frachtverkehren in Köln. Entwicklungsperspektiven für die beiden Intercontinental-Flughäfen betrachten die Liberalen als essenziell für den weiteren wirtschaftlichen Aufstieg nicht nur der jeweiligen Region, sondern des gesamten Landes NRW.
Zur Entlastung der Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn setzten die Liberalen auf einen weiteren Ausbau der bestehenden Regional-Flughäfen. Diese sollten in Zukunft in den Bereichen „Ferienflüge“ und „niedrigpreisige Flüge“ eine noch größere Rolle spielen. Schon heute weisen die Flughäfen Dortmund, Münster/Osnabrück, Paderborn/Lippstadt und Weeze als Urlaubs- und Lowbudget-Destinationen enorme Wachstumsraten auf.
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