Barrierefreie Stadt
(02.11.2022, Antragssteller: Anne Korenkov, Dr. Christine Rachner, Felix Mölders, Laura Litzius, Julian Deterding, Dr. Johannes Plingen, Britta Dietmann)
Die Anzahl von Menschen mit Einschränkungen steigt stetig weiter an. Wir, der FDP Kreisverband Düsseldorf, setzen uns für ein barrierefreies Düsseldorf - für alle - ein.
Der Kreishauptausschuss hat konkret folgende Punkte beschlossen:
I. Wirtschaft
Wir fordern auf diesem Gebiet eine sichtbare Zusammenarbeit zwischen der Landeshauptstadt Düsseldorf, den Hochschulen und den Wirtschaftsunterneh-men. Im Rahmen dessen sollen Konzepte erstellt und wissenschaftlich begleitet werden, die dazu führen, am Arbeitsplatz und im täglichen Leben barrierefreie Bedingungen zu schaffen, sodass Menschen mit gesundheitlichen oder alters-bedingten Einschränkungen ein möglichst ungehindertes Leben führen können. Hierbei sollte geprüft werden, ob das Life Science Center und/oder die ditec die notwendige Plattform für dieses Vorhaben bietet. Hier könnten branchenkundige Startups vernetzt und gefördert werden.
II. Verkehr
Nach der Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes soll für die Nutzung des ÖPNV eine vollständige Barrierefreiheit erreicht werden. Menschen mit Be-hinderungen, Senioren mit Gehilfen und Personen mit Kinderwagen müssen sich so fortbewegen können, dass sie nicht auf die Hilfe anderer angewiesen sind
Wir fordern, dass das Parken am abgesenkten Bordstein stärker vom OSD kon-trolliert wird. Außerdem fordern wir, dass Bordsteinabsenkungen kantenfrei ge-staltet werden. Kleinste Kanten mit verhältnismäßig kleinen Höhenunterschieden erhöhen die Unfallgefahr für Rollstuhlfahrer.
Ferner fordern wir, dass an U-Bahnhaltestellen verstärkt durch den Sicherheits-dienst darauf geachtet wird, dass der Zugang zu Aufzügen immer frei zugänglich ist, damit auch hier Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderung gewährleistet ist.
III. Digitalisierung
Damit digitale Techniken und Medien nicht zu Teilhabebarrieren werden, müssen digitale Kompetenzen gefördert und erarbeitet werden. Durch Digitalisierungs-maßnahmen sollen helfen, Menschen mit Einschränkungen in den Arbeitsablauf zu integrieren sowie sie in möglichst großem Umfang am sozialen Leben teilha-ben zu lassen. Wir stehen zu einem “digitalen Teilhabeausweis” und fordern er-neut die baldige Umsetzung.
Insbesondere fordern wir die Einführung von Videosprechstunden im Zusam-menhang mit den Angeboten der Bürgerbüros.
III. Assistenzhunde
Eine Übernahme von Assistenzhunden für Menschen mit körperlichen Ein-schränkungen (wie zum Beispiel Assistenzhunde bei Demenzerkrankten, Diabe-tikern, Epileptikern und Menschen mit massivem Hörverlust), werden nicht über-nommen, da derzeit kein gesetzlicher Anspruch besteht. Dies fordern wir zu ändern, weil diese Hunde einer Vielzahl von Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungen Hilfe darstellen.
Antrag wurde beschlossen.
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