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Wirtschaftsoffensive für Düsseldorf

(20.05.2026, Antragsteller: Mirko Rohloff, Moritz Kracht, Dr. Christoph Schork, Dagmar Saschek, Felix Mölders, Dr. Marek Jenöffy, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Alexander Rübner, Cosima Lierheimer-Fantini, Norbert Zeitz, Norbert Fuchs)

Der Kreisparteitag möge beschließen und die Ratsfraktion in ihrem Vorhaben nach einer Düsseldorfer Wirtschaftsoffensive unterstützen:

  1.  Die Stadtverwaltung soll beauftragt werden, eine kommunale Wirtschaftsoffensive
     mit dem Ziel aufzulegen, die Wettbewerbsfähigkeit Düsseldorfs als
     internationaler Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken, Firmengründungen zu
     erleichtern und bestehende Betriebe zu entlasten. Hierzu soll eine dezernatsübergreifende Projektgruppe („Task Force“) unter
     Federführung des Wirtschaftsförderungsamtes eingerichtet werden. Wichtige
     Stakeholder wie die IHK, DEHOGA, Handelsverband sowie die Handwerkskammer und
     andere Interessensverbände sind in enger Zusammenarbeit im Verfahren zu
     beteiligen.
  2.  Die Wirtschaftsoffensive soll insbesondere die folgenden Maßnahmen umfassen:
    1.  Beschleunigung von Verwaltungsverfahren durch den Ausbau digitaler
       Genehmigungs- und Antragsprozesse (One-Stop-Shop-Verfahren für
       Unternehmen).
    2.  Bürokratieabbau auf kommunaler Ebene, insbesondere durch Überprüfung
       bestehender Satzungen, Auflagen und Berichtspflichten auf ihre
       wirtschaftliche Notwendigkeit.
    3.  Stärkung der Innenstadt und der Stadtteilzentren durch die Fortschreibung
       des Rahmenplan Einzelhandel.
    4.  Förderung von Start-ups und Innovation durch bessere Vernetzung von
       Hochschulen, Wirtschaft und Verwaltung, die Bereitstellung von einmaligen
       Incentives und Hilfestellungen für Gründerinnen und Gründer.
    5.  Entwicklung einer Fachkräftestrategie zur Gewinnung und Sicherung von
       Fachkräften. Diese sollen Angebote für internationale Studierende sowie die
       Unterstützung von Unternehmen bei der Fachkräftegewinnung und -integration
       umfassen.
    6.  Verbesserung der Standortfaktoren, insbesondere in den Bereichen
       Gewerbeflächenvorratspolitik, Masterplan Industrie und Masterplan Handwerk,
       sowie Sicherstellung und Optimierung des Wirtschaftsverkehrs.
    7.  Initiative zur Etablierung neuer Langstreckenverbindungen
       (interkontinentale Direktverbindungen) am Flughafen Düsseldorf. Ziel ist
       es, die internationale Erreichbarkeit zu verbessern, die
       Wettbewerbsfähigkeit des DUS-Airports nachhaltig zu sichern und den
       Anschluss an die Weltspitze nicht zu verlieren.
    8.  Eine Standortkampagne zur aktiven Ansprache neuer Unternehmen, um
       Düsseldorf national und international als attraktiven Wirtschaftsstandort
       zu positionieren und bestehende Standortvorteile sichtbar zu machen sowie
       gezielt Wachstumsbranchen anzusprechen.

 Begründung:

 Düsseldorf ist ein starker Messe-, Kongress- und Wirtschaftsstandort mit
 internationaler Strahlkraft. Dennoch stehen Unternehmen zunehmend vor großen
 Herausforderungen: steigende Energie- und Rohstoffpreise, Fachkräftemangel,
 Dekarbonisierung, globale Unsicherheiten sowie komplexe und langwierige
 Verwaltungsverfahren belasten nicht nur die Industrie, sondern auch kleine und
 mittelständische Betriebe in unserer Stadt.

 Eine starke Wirtschaft ist entscheidend für die zukünftige Entwicklung in Düsseldorf.
 Sie ist Grundlage für Wohlstand, soziale Sicherheit und kommunale Handlungsfähigkeit.
 Als Freie Demokraten setzen wir auf eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik,
 wirtschaftliche Freiheit, Innovation und Unternehmergeist. Eine kommunale
 Wirtschaftsoffensive ist notwendig, um die Rahmenbedingungen für Unternehmen spürbar
 zu verbessern, Investitionen und Innovationen zu ermöglichen, Arbeitsplätze in
 Düsseldorf langfristig zu sichern und neue Unternehmen und Investoren zu gewinnen.

 Gerade auf kommunaler Ebene können durch schnellere Entscheidungen, digitale Prozesse
 und weniger Bürokratie erhebliche Entlastungen und Wettbewerbsvorteile gegenüber
 anderen Metropolen geschaffen werden. Gleichzeitig müssen unsere Innenstadt und
 Stadtteilzentren als Orte des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens gestärkt
 werden.


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